Immer wenn ich jemandem versuche zu erklären, was dieses oder jenes Social Network ist. Dann klingt das immer ungefähr so: “Foreca.st, das ist Foursquare aber in die Zukunft gerichtet”, oder “Patientslikeme, das ist sowas wie Facebook auf Krankheiten bezogen” oder “Diaspora, ist wie Facebook aber mit mehr Unabhängigkeit”. Dabei ist so eine Art Stammbau der Socialnetworks entstanden.
Wem fallen noch mehr Paarungen ein, die ich da mit aufnehmen könnte? 

Immer wenn ich jemandem versuche zu erklären, was dieses oder jenes Social Network ist. Dann klingt das immer ungefähr so: “Foreca.st, das ist Foursquare aber in die Zukunft gerichtet”, oder “Patientslikeme, das ist sowas wie Facebook auf Krankheiten bezogen” oder “Diaspora, ist wie Facebook aber mit mehr Unabhängigkeit”. Dabei ist so eine Art Stammbau der Socialnetworks entstanden.

Wem fallen noch mehr Paarungen ein, die ich da mit aufnehmen könnte? 

Neue Medien ändern nichts an den grundlegenden Fragestellungen: Wer ist am wichtigsten? Wer hat den größeren? Ich hab mal mit ein bißchen Klout und ein bißchen Peerindex etwas gebastelt. Den großen Social-Media-Schwanzvergleich. Endlich kein Gefummel mehr mit Follower-Anzahl, Retweet-Quote, Peerindex und Klout-Score. Hier wird live und direkt der Twittername in Zentimeter umgerechnet - kurz und schmerzlos.

Was kostet digitaler Ruhm?

Für die einmalige Ausgabe der Max 2011 habe ich zum Thema Freundschaft mal recherchiert, was digitale Freunde so kosten. Da wird einem schnell klar, was man überhaupt alles so im Netz an Statussymbolen einkaufen kann. Hier meine Ergebnisse für alle, die nach der Abkürzung zur digitalem Ruhm suchen.

1. Schnellstart - eine etablierte Identität inklusive mindestens 25 Freunden zulegen - 0,04$

Sind die eigenen Freunde zu langweilig? Dauert das alles zu lange um die eigenen Freunde zusammenzustellen? Warum nicht einfach eine fertige Facebook Identität kaufen? Facebook Identitäten werden auf dem Schwarzmarkt in 1000er Paketen verkauft. Bei mehr als 25 Freunden zahlt man 45$ für 1000 Facebook-Accounts.

Quelle: nytimes.com

2. An der richtigen Adresse wohnen - ab 600€

Die Domain ist das digitale Türschild und die Visitenkarte. Wer sich von hotmail, googlemail und web.de abheben will braucht einen eigenen Domainnamen mit Rockstar-Appeal: supercool.tv gibt es für 600€, smartbeautiful.com für 2699$, rockstar.eu für 19400€. 

Quelle: sedo.com, wikipedia.org

3. Den eigenen Ruf auf Hochglanz polieren lassen - 10.000$

Bei reputation.com gibt es den virtuelle Bodyguard, der Gerüchteverbreitern und Lästerern auf die Finger klopft und nebenbei noch die eigene Weste weiß wäscht: da werden Webseiten mit geschönten Profilen zur Selbstdarstellung anlegen lassen, die Google Ergebnisse zum eigenen Namen von unschönen Fotos- und Fundstellen beseitigt und bei Datenbank wird angeklopft die Privatsphäre des Kunden zu respektieren - alles in einem Paket namens Reputationdefender. 

Quelle: reputation.com

4. Mehr Fans als die Fantastischen Vier haben - 4720$

Die Fanta 4 haben fast 80.000 Fans, um sich bei Socialkik 80000 Facebook Fans zu kaufen muss man 59$ pro 1000 Fans hinlegen. Mehr Fans als die Kanzlerin gibt es so übrigens für 6200€, mehr Fans als Mesut Özil für 171.000$.

Quelle: Socialkik.com

5. Justin Bieber als Freund gewinnen - 3050$

Zumindest für 90 Tage auf Twitter. Das war der Preis im Rahmen einer Charity Auction für Haiti 2010. Eva Longoria ging für 5001$ weg, Snoop Dogg nur für 100$. Im Vergleich zu Kim Kardashian sind das aber alles Schnäppchen - wer seine Produkte von Kim Kardashian erwähnt wissen möchte zahlt normalerweise pro Tweed 10.000$

Quelle: Twitchange.com

6. Mit den richtigen Accessoires glänzen - ab 240$

Mein virtuelles Haus, mein virtuelles Boot, mein virtuelles Pferd: Die teuerste virtuellen Gegenstände gibt es bei dem Spiel Entropia. Eine Raumstation wurde für 330000$ versteigert, ein virtuelles Ei für 69000$, ein Grundstück für 26000$. Die Käufer hoffen auf Wertsteigerung der Gegenstände, bzw verdienen Geld mit dem Verpachten von Jagd- und Schürfrechten. Quelle: mindark.com

7. Personal für die Organisation einsetzen - ab 3$ / Stunde

Luxus ist, sich selbst die Finger nicht schmutzig zu machen. Jemand der Emails verwaltet, Fanpost beantwortet, Termine koordiniert, ans Telefon geht - all das gibt es ab 3$/h im Yantram Virtual Assistants in Indien. Für die kleinen Bedürfnisse in amerikanischen Großstädten gibt es bei Taskrabbit Hilfe von Privatpersonen: Einmal Ikea Schrank aufbauen: 22$, einmal Schlange stehen für Kino Tickets: 30$, einmal Lebensmittel einkaufen: 20$.

Quelle: Taskrabbit.com, virtual-assistants.outsourcing-services-india.com

8. Autor werden und einen Roman schreiben (lassen) - 960$

Einen Grimme-Preis gewinnt damit nicht, aber wer immer schonmal einen eigenen Roman geschrieben haben wollte kann das bei einem Ghostwritermarktplatz wie Textbroker bestellen - 200 Seiten Buch, ca. 60000 Wort, mittlere Qualität zum Thema Ihrer Wahl: 0.016$ pro Wort =  960$. 

Quelle: textbroker.com

9. Urlaubsvideos auf Youtube von einer Million Menschen ansehen lassen: 3000$

Wollten sie schon immer einmal vor einem Millionenpublikum einen Flachköpper in den Baggersee machen? Oder eine Lesung des eigenen Buches veranstalten und und eine Million Menschen schaut zu? Wovon viele Autoren träumen kostet bei buyrealyoutubeviews.com 3000$ (10x 100.000 Views in 115 Tage für je 300$)

Quelle: buyrealyoutubeviews.com

Max 2011 Cover

Die Max gibt es übrigens mit noch derbe vielen anderen Geschichte zur Zeit am gut sortierten Kiosk.

Ich hab mich schon immer gefragt, was die Leute auf der Spiegel Seite eigentlich so am interessantesten finden und wie die Homepage wohl aussehen würde, wenn meine Nachbarn oder meine Mutter in der Redaktion sitzen würden und entscheiden würden, was die Welt wissen sollte.
Das habe ich mir jetzt mal als interaktive Infografik gebastelt: Spiegel Online vs Social Media - auf der Seite werden die Schlagzeilen der letzten 24 Stunden genommen und einmal nach Dauer und Position auf der Homepage in einem Ranking sortiert und einmal nach dem “Buzz” den die Schlagzeile im Social Media verursacht hat (also zumindest bei Facebook und Twitter).
Wirkt auf den ersten Blick manchmal ein bisschen wie “Tagesthemen” vs “Frauentausch” oder wie “Weltpolitik” vs “Computerclub” - aber das ist ja keine große Überraschung, oder?

Ich hab mich schon immer gefragt, was die Leute auf der Spiegel Seite eigentlich so am interessantesten finden und wie die Homepage wohl aussehen würde, wenn meine Nachbarn oder meine Mutter in der Redaktion sitzen würden und entscheiden würden, was die Welt wissen sollte.

Das habe ich mir jetzt mal als interaktive Infografik gebastelt: Spiegel Online vs Social Media - auf der Seite werden die Schlagzeilen der letzten 24 Stunden genommen und einmal nach Dauer und Position auf der Homepage in einem Ranking sortiert und einmal nach dem “Buzz” den die Schlagzeile im Social Media verursacht hat (also zumindest bei Facebook und Twitter).

Wirkt auf den ersten Blick manchmal ein bisschen wie “Tagesthemen” vs “Frauentausch” oder wie “Weltpolitik” vs “Computerclub” - aber das ist ja keine große Überraschung, oder?

Ich beschäftige mich mit Trends, Technologien, Innovationen und wie man damit kreativ werden kann. Dazu erzähle, berate, konzipiere und programmiere ich, wo immer ich gelassen werde - zum Beispiel an der Good School. Mehr unter about.me/cgast

twitter.com/cgast

view archive